Beim Erlernen der deutschen Grammatik sind im Volksschulbereich vor allem die Wortarten, die Satzglieder und der Satzbau von Bedeutung.

In der zweiten Klasse beginnen wir meist die Unterscheidung zwischen den Wortarten (z.B.: Nomen, Verb, Adjektiv und Rest- bzw. andere Wörter auszubauen). Mit zunehmender Vertiefung erlangen auch die Satzglieder, die als die Bausteine eines Satzes eingeführt werden (z.B.: Subjekt, Prädikat und Objekt – diese Begriffe verwende ich allerdings erst in der 4. Klasse), an Bedeutung. Dabei können auch mehrere Wörter ein Satzglied bilden. Jene Wörter, die gemeinsam ein Satzglied bilden, bleiben dann auch bei der Umstellprobe zusammen. Eine Umstellprobe macht aber nur dann Sinn, wenn auf eine korrekte Wortstellung im Satz geachtet wird. Dafür gibt es feste Regeln.
Im Deutschen folgt der Satzbau folgendem Schema: Subjekt – Prädikat – Objekt.
In den Anfängen des Schreibprozesses konzentrieren wir uns vorwiegend auf Hauptsätze. Hier steht das Prädikat immer an zweiter Stelle.
Schüttelsätze
Bei diesen Sätzen sind die Wörter eines Satzes durcheinander angeordnet und stehen an einer beliebigen Stelle im Satz. Aufgabe der Schüler:nnen ist es, die Wörter wieder an ihren sprachlich (grammatikalisch) richtigen Platz im Satz zu bringen.
So üben wir
In der Wochenplanarbeit finden die Schüler:innen Schüttelsätze mit den jeweiligen Lernwörtern. Rechtschreibbesonderheiten sind dabei meist farblich hervorgehoben.


Die Schüler:innen kleben die Zettelchen mit den Sätzen in ihr Schulübungsheft, das Formati S.4, und gehen wie folgt vor:
- Alle Wörter des Satzes werden gelesen.
- Die Wörter bzw. Satzglieder werden durchnummeriert in die richtige Reihenfolge gebracht – je nach Länge des Satzes gibt es dabei oftmals mehrere Möglichkeiten.
- Der grammatikalisch korrekte Satz wird aufgeschrieben.
- Kontrolle:
Ist der Satzanfang groß geschrieben?
Steht am Ende des Satzes ein Satzschlusszeichen?
- Der richtiggestellte Satz wird laut vorgelesen.
- Das Verb wird gesucht und mit roter Farbe unterstrichen.
Weitere Übungsvorschläge
- Variante 1: Die Wörter werden nicht in Satzglieder aufgeteilt niedergeschrieben, sondern jedes Wort steht an einer beliebigen Stelle.
- Variante 2: Eigene Sätze werden aufgeschrieben, zerschnitten und mit einem Partner ausgetauscht (vor der Weitergabe an andere Schüler:innen die Sätze auf Rechtschreibfehler überprüfen).
Zusätzliche Unterrichtsideen
Auf dem Grundschulblog von Frau Locke habe ich den „Satz der Woche“ gefunden, dessen Konzept mir sehr gut gefällt.
Auch der Grundschulblog Materialwiese hat mit dem „Satz des Tages“ eine nette Erweiterungsidee zu bieten.
Geschrieben von: Michaela Wieland