In meiner 2. Klasse ist in Mathematik ein großer Schwerpunkt das Malrechnen.
Zu Beginn liegt mein Fokus auf dem Malbegriff selbst, diesen verdeutlicht man am besten mit praktischen Handlungsaufforderungen. Zum Beispiel:
- „Du gehst 3 mal zum Fensterbrett und holst immer 2 Hefte.“
- „Du gehst 5 mal zum Tisch und holst immer 2 Legosteine.“
- „Du gehst 4 mal nach vorne und bringst immer zwei Stifte mit.“

Danach werden weitere Übungen im Sitzkreis durchgeführt. Ich lege Steckwürfel, Lego, Glassteine, Stifte, usw. in Gruppen auf und die Kinder nennen die Malaufgabe dahinter. Zum Beispiel „Es liegen 4 mal immer 3 Steckwürfel“. Natürlich dürfen die Kinder auch selbst Malaufgaben legen. Der ganze Satz und das Wort „immer“ haben am Anfang für das Verständnis noch eine sehr große Bedeutung.
Nach diesen Übungen kann die lange Floskel gekürzt werden und wir notieren die „richtigen“ Malaufgaben, wie 4∙3, auf Kärtchen. Das Ergebnis spielt hier noch keine Rolle.

Hefteintrag ins R.3 mit hohen Kästchen
Nach dieser Einführung des Malbegriffs gestalten wir einen Hefteintrag. Hierbei malen die Kinder beliebig Kästchen an und notieren die dazugehörige Malaufgabe (auch die Tauschaufgaben können hier schon dazu geschrieben werden).



Für den Hefteintrag verwenden wir das Formati R.3. Mit den hochgestellten Kästchen fällt den Kindern das Schreiben der Zahlen leichter und die Rechnungen sind sehr übersichtlich.
Mit dieser lustbetonten Heranführung an das Malrechnen haben die SchülerInnen einen gutes Grundverständnis für die kommenden zu erlernenden Malaufgaben.