Die Lernwörter sind in den Klassen meist ein großes Thema und es gibt viele unterschiedliche Zugänge dazu.
In meiner aktuellen 3. Klasse habe ich mich für ein leeres Lernwörterheft entschieden, da mir der spielerische und kreative Zugang zu den Lernwörtern besonders wichtig ist.
Meine beiden Favoriten bei den Schulheften mit glatten Seiten sind:
Formati Zeichenheft C.8:
Für 1. und 2. Klasse
Quartformat
sehr stabiles Papier (100 g/m2)
Glatte Seiten ermöglichen Kreativität – farbiger Rand bietet dennoch eine visuelle Begrenzung


[OE] Heft Lineatur 10:
Für 3. und 4. Klasse
A4 Format
viel Platz für alle Ideen
glatte Seiten zum Schreiben, Zeichnen, Einkleben und Gestalten
(Fast) jeden Montag erarbeiten wir die neuen Lernwörter mit unseren Gebärden, pantomimisch oder in Form eines Quiz. Danach tragen wir die Wörter gemeinsam geordnet nach Nomen, Adjektive, Verben und andere Wörter in unser Heft ein.
Wir besprechen die Wörter und deren eventuellen Schwierigkeiten, wie Doppelkonsonanten, stummes „h“ und so weiter. Die Kinder markieren sich diese und machen unsere bekannten Silbenbögen, Verlängerungszeichen oder Ableitungsblitze dazu.


Der restliche Platz der Seiten ist für die freie Gestaltung der Kinder zur Verfügung. Das heißt die Kinder dürfen ganz kreativ die Lernwörter üben. Zu Beginn gab ich ihnen noch Ideen und Hilfestellungen, nach der Zeit haben die Kinder aber schon selbst tolle Gestaltungsideen gefunden.
Sie schreiben die Wörter mit unterschiedlichen Stiften, von hinten nach vorne, machen Schüttelwörter, Sprechblasen, Treppenwörter, in unterschiedlichen Schriftarten, zeichnen Passendes dazu, usw.
Das Großartige daran ist, dass die Kinder das Heft immer in ihrer Schultasche haben und somit ist es jederzeit zum Üben zuhause bereit. Aber auch in der Schule, wenn zwischendurch einmal Zeit bleibt, können die Wörter jederzeit gefestigt werden.
Lernwörter-Museum
Ein großer Ansporn zum Training der Wörter ist das sogenannte LW-Museum. In Abständen von ein paar Wochen legen die Schüler:innen dazu ihre aktuellen bunt gestalteten Seiten des Heftes auf ihren Platz. Die Kinder gehen dann von Heft zu Heft und halten Ausschau nach kreativen Ideen bei ihren Mitschüler:innen. Danach befrage ich die Schüler:innen und wir wählen gemeinsam ein paar Hefte aus. Diese Seiten sind dann quasi im Finale und werden an der Tafel präsentiert. Anschließend darf jedes Kind über seinem Favoriten ein Stricherl an die Tafel zeichnen und somit wird der Sieger oder die Siegerin des Museums ermittelt.


Diese Form des Übens bietet einen besonderen Mehrwert:
Es werden nicht nur jene Kinder hervorgehoben, die in Deutsch ohnehin sehr gut sind, auch die kreativen und fleißigen Schüler:innen bekommen so ihre Bühne. Ich korrigiere in diesem Heft nur die erstmalig geschriebenen Wörter, die wir in der Schule einschreiben. Das eigenständig Geübte korrigiere ich nicht, da ich es hauptsächlich als Übungs- und Kreativheft sehe.
Beitrag von: Birgit Bodner